Falsche Waffenkontrolleure & Nachtrag

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aus: Starzach Bote vom 2. September 2016

Falsche Waffenkontrolleure unterwegs –

Landkreise Esslingen/ Reutlingen/Tübingen

Wegen des Verdachts der Amtsanmaßung ermittelt die Polizei im Landkreis Esslingen gegen zwei unbekannte Männer, die offensichtlich gezielt bei Waffenbesitzern vorgesprochen und sich unter der Legende, Mitarbeiter des Landratsamts zu sein und die Aufbewahrung der Waffen überprüfen zu wollen, Zutritt ins Haus verschafft haben. Ende Juli war dem Polizeiposten Neuffen ein Fall aus einer Gemeinde in dessen Zuständigkeitsbereich gemeldet worden, wobei die Motivlage der unbekannten Täter auch heute noch unklar ist. Im Zusammenhang mit der vorgegebenen Kontrolle kam es zu keinen weiteren Straftaten wie z. B. Geld- oder Schmuckdiebstahl. Auch die Waffen blieben unangetastet.

Im Nachhinein wurde jetzt ebenfalls aus einer Esslinger Kreisgemeinde ein zweiter Fall bekannt, der sich allerdings schon im Frühjahr ereignet hatte. Nach Ermittlungen des Polizeipostens Plochingen waren ebenfalls zwei Männer bei einem Waffenbesitzer aufgetaucht und hatten behauptet, die Art und Weise der Waffenaufbewahrung kontrollieren zu wollen. Sie hatten die Waffen kurz in Augenschein genommen und waren dann sang- und klanglos wieder verschwunden. In beiden angezeigten Fällen zeigten die Verdächtigen keinen Ausweis und interessierten sich mehr für die Zugangs- und Verschlussverhältnisse der Wohngebäude als für die Waffen. Zu späteren Einbruchsdiebstählen bei den Betroffenen kam es aber nicht.

In den Landkreisen Reutlingen und Tübingen wurde bislang kein derartiger Vorfall bei der Polizei angezeigt. Diese nimmt aber die nunmehr zwei bekannten Fälle im Landkreis Esslingen zum Anlass, allgemein darauf hinzuweisen, dass Angehörige der Waffenbehör­den der Landratsämter und Kommunen, die angemeldet oder auch unangemeldet tatsächlich die Waffenaufbewahrung überprüfen, sich stets mit einem Dienstausweis der jeweiligen Behörde ausweisen. Wenn jemand sich nicht ausweisen kann oder andere Zweifel bestehen, wird empfohlen, den Personen keinesfalls Zutritt ins Haus zu gewähren, sondern stattdessen Kontakt mit der zuständigen Waffenbehörde aufzunehmen und die Polizei zu verständigen. Auch Waffenbesitzer, die im Nachhinein den Verdacht haben, dass bei ihnen in letzter Zeit möglicherweise falsche Kontrolleure zugange waren, können sich mit der zuständigen Waffenbehörde in Verbindung setzen.

Wenn sich hierbei der Verdacht einer Amtsanmaßung bestätigt, sollte der Sachverhalt unbedingt bei der für den jeweiligen Wohnort zuständigen Polizeidienststelle angezeigt werden, (ak)

Andrea Kopp(ak) Tel. 07121/942-1101

Nachtrag vom 21. September 2016

Liebe Bezirks- , Kreis- und Vereinsvertreter, sehr geehrte Damen und Herren,

vom Landkreis Esslingen erhielten wir soeben die Information, dass bei einem Sportschützen gestern falsche uniformierte Kontrolleure waren, die angeblich Ihren Dienstausweis vergessen hatten!

Die beiden „Kontrolleure“ waren mit einem blauen Kombi unterwegs. Sie wollten auch vor Ort 100,-- Euro Waffensteuer pro Waffe kassieren, obwohl gar keine Kontrolle stattfand und diese Gebühr immer per Rechnung erhoben wird.

Die Fragen der „Kontrolleure“ zielten eindeutig auf einen geplanten Einbruch ab. Die örtliche Polizeibehörde ist eingeschaltet und ermittelt.

Bitte geben Sie diese Information an Ihre Vereinsmitglieder weiter!

Freundliche Grüße aus dem SpOrt Stuttgart

Günter Schray

Landesgeschäftsführer
Württ. Schützenverband 1850 e.V.
Fritz-Walter-Weg 19

70372 Stuttgart
Tel.:  0711-28077-307
Fax.: 0711-28077-303

   

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